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Heute mal etwas abseits von Weihnachten aus der Rubrik „Kaffee trinken mit Stil“: Wie wired.com in diesem Artikel berichtet, wird gerade eine Kaffeemaschine entwickelt, die wahrscheinlich jedem Designer (und Apple-Fan) Tränen in die Augen treibt. Der Topbrewer kommt im absolut minimalistischem Design und ist über iPad oder iPhone bedienbar. Neben dem Kaffee kochen, übernimmt das Designwunder auch noch das Milchaufschäumen für die Zubereitung von Cappucchino & Co. Die eigentlich Technik versteckt sich dabei im unteren Teil des Küchenkommode. Einzige Probleme sind dann noch der Preis (ca. 11.000 €) und eingeladene Gäste, die den Topbrewer mit dem Wasserhahn verwechseln könnten…

Für diejenigen, die gerade nicht 11.000 € übrig haben, gibt es auch noch unser Zubehör.


Es ist Ende August, als mein Telefon klingelt und Till mich fragt, ob ich nicht den Karton für den Sonntagmorgen-Adventskalender gestalten wolle. Klar will ich! Zuerst war allerdings noch eine Italien-Reise geplant. – Ich finde, es gibt nichts schöneres, als bei 35° an einem italienischen Strand zu liegen und sich Gedanken über diesjährige Weihnachtsprodukte zu machen!

Um eure Neugier zu wecken, erzähle ich hier, wie ich an diesen Gestaltungsprozess herangegangen bin:

Ausgangspunkt

Weihnachten ist immer ein heikles Terrain für mich. Als Künstlerin und Grafikerin möchte ich immer gerne ungewohnte Dinge gestalten, die überraschen und vielleicht sogar herausfordern. Das funktioniert mit Weihnachten nur bedingt gut, weil gerade dieses Fest davon lebt, dass wir uns an Vertrautes erinnern und auch ein wenig in Nostalgie schwelgen.

Mein Arbeitsprozess verläuft trotzdem immer ähnlich: Zu Beginn steht immer eine erste, spontane Idee, von der am Ende oft nicht viel übrig bleibt. Till hatte bei unserem ersten Gespräch ein Scherenschnitt-artiges Kalendermotiv vorgeschlagen, weil mir das eh sehr liegt.

Ich suchte mir also Bilder, Textfragmente, sammelte Begriffe oder andere “visuelle Schnipsel”, mit denen ich mir selbst erstmal ein Gefühl für das Projekt verschaffte: Welche Farben sollen verwendet werden? Sind die Formen eher rund oder eckig, geradlinig oder verspielt? Das sind nur einige der Fragen, die für mich dabei eine Rolle spielten.

Die Illustration

Als ich das Gefühl hatte, dass ich weiß, in welche Richtung es gehen wird mit dem Layout, zeichnete ich einen Entwurf, in dem ich all meine Ideen verband. Meine Entwürfe zeichne ich grundsätzlich zuerst von Hand. (Nicht viel geht über den Geruch von frisch angespitzten Bleistiften, auch wenn ich meistens mit meinem heißgeliebten Pentel Techniclick zeichne.)

Bei dem Adventskalender für Sonntagmorgen habe ich versucht, diesen besonderen Zauber, den Weihnachten auf Kinder ausübt, für Erwachsene zu übersetzen, die sich gerne bei einer Tasse guten Kaffees daran zurückerinnern und sich dieses Gefühl  bewahren möchten, ohne sich dabei eine allzu kitschige Kiste in die Küche stellen zu müssen.

Skizze - Kaffee-Adventskalender 2011

In diesem Fall habe ich den Entwurf zuerst mit einem Vektor-Zeichenprogramm nachgezeichnet und koloriert. Hatte ich zuerst die Idee, für den Kalender einen an Papier und Schnee erinnernden Scherenschnitt zu gestalten, ist es dann doch eine bunte Illustration geworden, weil die erste Variante zu “unweihnachtlich” wirkte. Nach vier unterschiedlichen Farbvarianten haben wir uns auf diese hier geeinigt, die ihr ab jetzt im Sonntagmorgen-Shop bekommen könnt:

Finale Illustration Front - Kaffee-Adventskalender 2011

Die Farben sind die, die ihr auch von den bunten Punkten aus dem Kaffeesortiment kennt, zum Teil habe ich sie aber etwas abgetönt, damit sie nicht zu quietschig werden.

Sonntagmorgen-Fan und -Freund Oliver Twardowski (der als Freiberufler Icons und Grafiken gestaltet, und zwar passend als “addicted to coffee”) hat den Karton für uns und Euch gerendert, damit man ihn sich besser vorstellen kann:

Kaffee Adventskalender von vorne

Und jetzt?

Gerade ist die Verpackung im Druck, und ich hoffe, dass euch der Adventskalender dann herrlich auf die  Weihnachtszeit einstimmt! Um euch die Wartezeit zu verkürzen und weil Weihnachtszeit Geschenke-Zeit ist, bekommt ihr von mir noch einen kleinen Nikolaus oben drauf, zum Ausschneiden, Zusammenkleben und Aufstellen, den ich ursprünglich für die Leser meines Blogs gemacht hatte:

Santa Claus Paper Art

Paper Santa (Pdf, ca. 1,1 MB)

Wenn ihr noch mehr wissen wollt über den Gestaltungsprozess beim Adventskalender, nutzt einfach die Kommentarfunktion. Ich plauder dann noch etwas mehr!
Alles Liebe!
– Jessica ★

Jes|si|ca Kop|pe
['jɛsika 'kɔpə] f; -;
Bildende Künstlerin,
mit den Schwerpunkten Trickfilm und Zeichnung,
macht außerdem Grafik-Design: www.jessica-koppe.de

 


Brandon Ortwein zeichnet jeden Tag eine Tasse Kaffee auf einen Post-It-Zettel und veröffentlicht das Bild unter “The Daily Coffee” bei Flickr und Tumblr. Wer oder was hat ihn wohl zu diesem hier inspiriert?

I drew you a German cup of coffee

Kommt Euch das Design bekannt vor?


Ein wirklich schön gestaltetes Desktop-Hintergrundbild für Kaffeeliebhaber und Hobbyköche:

Zum Download in 1600×1200 Pixel Größe geht es hier.


Im letzten Teil der Reihe habt Ihr das Innenleben unseres neuen Adventskalenders gesehen. Jetzt ist das komplizierte Konstrukt, das Ihr dort als Prototyp sehen könnt, schon in der Produktion. Und während die Verpackungsfirma aus Pappe ein “Gefache” zaubert, beschäftigen wir uns hier jetzt mit dem schönen Äußeren. Auf Facebook haben wir Euch schon eine kleine Vorschau auf unsere neuen Banner gegeben. Daran haben wir uns auch für den Adventskalender orientiert. Was sagt Ihr?

Der erste Grafikentwurf für den Kaffee-Adventskalender

Der erste Grafikentwurf für den Kaffee-Adventskalender

Was uns noch fehlt, ist ein schönes Kaffee-Weihnachtsbild. Vielleicht machen wir wieder ein kleines Gewinnspiel daraus? ;-)


Wer uns seit längerem verfolgt, kennt aus dem letzten Jahr noch unseren prächtigen Adventskalender.

adventskalender_klein

Unser Adventskalender aus dem letzten Jahr, handgemacht

Vom 1. Dezember bis Heiligabend hattet Ihr jeden Tag eine Kanne leckeren Sonntagmorgen-Kaffee. Was wir selbst daran vermisst haben: Die Türchen! Zu einem richtigen Adventskalender gehört doch, dass man die Nummer sucht und ein Türchen aufmacht, jeden Tag, bis alle offen sind. Also haben wir geplant, gegrübelt, Prototypen gebaut und verworfen. Tagelang großes Problem: Wenn ich 24 Kaffeepäckchen nebeneinander lege, ergibt das einen so riesigen Kalender, dass ihn die Post nicht mehr versendet. Manchmal liegt die Lösung so auf der Hand, dass man sie nicht auf Anhieb erkennt. Die Kaffeepäckchen einfach drehen und gut:

Prototyp des Sonntagmorgen-Adventskalenders

Prototyp des Sonntagmorgen-Adventskalenders

Jetzt werden Stanzformen vorbereitet und es kann losgehen. Was noch nicht feststeht, ist das Motiv. Und da seid Ihr gefragt. Mehr im nächsten Blogpost!

Der Sonntagmorgen-Adventskalender, noch "nackt"

Der Sonntagmorgen-Adventskalender, noch "nackt"


Der wohl wichtigste Baustein in unserem neuen Design sind die Verpackungen. Die Alubeutel waren ganz charmant, hatten aber einen gravierenden Nachteil: Sie fielen dauernd um. Und sofern man nicht gerade die angestaubte Werbung eines großen Münchner Rösters nachspielen will, ist das nun wirklich unerwünscht. Abhilfe sollen Dosen schaffen – andere Mass Customizer sind da schon früher drauf gekommen. ;-)

Dosen basteln am Küchentisch

Dosen basteln am Küchentisch

Also bastel ich im Moment jeden Tag Dosen-Prototypen, gestaltet von unserer genialen Kathrin von 4PR. Und Schritt für Schritt nähern wir uns der optimalen Mass-Customization-Kaffeedose. Die wird auch nicht nur optisch, sondern auch technisch ein Highlight. Eben dem Inhalt angemessen. :-)


Nicht zu fassen, dass wir schon über ein Jahr im Betrieb sind. Und andererseits kaum zu glauben, dass es eine so kurze Zeit war. Zu viel hat sich getan, so viel haben wir erlebt. Größtenteils sehr positive Dinge, Menschen, die uns geholfen haben, an unsere Idee geglaubt haben und unseren Kaffee mochten. Teilweise auch weniger schönes, wovon wir uns nie lange den Mut nehmen ließen. Jetzt ist Zeit für Neues.

Als Tamer und ich ins Kaffeegeschäft eingestiegen sind, mussten wir bei Null anfangen. Auf einem Blatt haben wir skizziert, was man so alles braucht, um Kaffee zu verkaufen. Zunächst einmal Kaffee. Der muss geröstet werden, verpackt, irgendwie versiegelt, ein Etikett muss drauf… Jeder dieser Punkte hat Wochen an Recherche und Vorbereitung gekostet. Wir haben darauf geachtet, möglichst flexibel zu bleiben. So haben wir zum Beispiel völlig neutrale Beutel und Kartons verwendet, die erst durch Etiketten und Stempel zu Sonntagmorgen wurden. Schließlich konnten wir nicht wissen, ob wir nicht auf dem ganzen Krempel sitzen bleiben würden. Die Vorräte von damals sind schon x-fach umgeschlagen, und immer noch wird gestempelt.

Jetzt ist es kein großes Wagnis mehr, mehr als eine Palette Kartons hinzustellen. Und nun ist auch die Erfahrung da, wie ein Onlineshop für Kaffee aussehen müsste, um Spaß zu machen und zu verkaufen. Mut und Vertrauen bei uns und anderen sind gewachsen. Und Ideen gibt es reichlich. Also machen wir neu:

  • Einen neuen Shop, mit besserer Bedienbarkeit, mehr sinnvollen Funktionen (wie zum Beispiel der überfällige User-Login)
  • Ein neues Design: frischer, professioneller, moderner – aber alles andere als langweilig
  • Neue Verpackungen: Unverwechselbar, schön und funktionell
  • frische Ideen für unser Sortiment, wie wir es beziehen und präsentieren und was wir damit bewegen können
  • und mal sehen, was sonst noch

Das Design ist bereits in guten Händen. Das erste, was wir Euch präsentieren können, wird wohl das neue Logo sein. Doch auch an allem anderen wird schon fleißig gearbeitet. In den nächsten Wochen wird es hier Updates zur Entwicklung geben.

Nachdem die meisten komplizierten Fragen geklärt sind und das gröbste in die Wege geleitet ist, beschäftigt mich eine eher simple Frage: Was mache ich mit den Tassen im bisherigen, auch sehr schönen Design, die voraussichtlich noch übrig bleiben?


Kaffee regt bekanntlich die Sinne an. Dass einem davon auch mal ein Licht aufgehen kann, versinnbildlichen qed* Design mit ihrem espresso light.

espresso light

Bei geöffnetem Deckel spendet die Lampe ein angenehmes Licht und ist ein Blickfang für jede Küche. Wenn man den Winkel des Deckels verändert, kann man je nach Lust und Laune eine hell erleuchtete bis entspannte Atmosphäre schaffen. Möchte man seinen Kaffee lieber im Dunkeln genießen, klappt man den Deckel einfach zu.

Sonntagmorgen traf die Designer des jungen Unternehmens auf der imm cologne 2009 und war sofort begeistert von dieser Idee.

Übrigens: Energie zum Trinken gibt es bei uns als kräftige Espressomischung im Shop.


…sind schön geworden, wie wir finden…

Valentinstag-Grußkarte von Sonntagmorgen

…und liegen bis zum Valentinstag am 14.2. jeder Bestellung bei – auf Wunsch sogar schon mit Text. Dazu den Text einfach im Bemerkungsfeld bei der Bestellung angeben. :-)


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