erlassjahr.de – mit Schulden fair verfahren
von Janet
Seit einigen Tagen ist unser erlassjahr.de-Kaffee im Shop erhältlich. Ein Euro jeder verkauften Packung geht an das Bündnis erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung e.V. und unterstützt ein faires Schuldenverfahren für Entwicklungsländer.

Die unüberwindliche Schuldenlast der Entwicklungsländer macht eine eigenständige Entwicklungspolitik unmöglich und erschwert deren wirtschaftliche und soziale Entfaltung. Angesichts der Anhäufung von unbezahlbaren Schulden bleibt kein Geld um die Grundbedürfnisse nach medizinischer Versorgung, Bildung und Infrastruktur zu erfüllen.
Der Zusammenschluss aus Landeskirchen, Diözesen, entwicklungspolitische Organisationen, Eine-Welt-Gruppen, Kirchengemeinden und Weltläden fordert ein gerechtes Verfahren beim Umgang mit Schulden und deren Erlass. Bislang entscheiden bei Zahlungsfähigkeit eines Entwicklungslandes lediglich die Kreditgeber über einen Teilerlass oder Umschuldung. Dies wäre in einem Rechtsstaat undenkbar. erlassjahr.de fordert internationale Standards für die Kreditvergabe und -aufnahme, die die Vergabe unter Missachtung internationaler Rechtsstandards unterbinden und bei denen eine gemeinsame Verantwortung von Gläubigern und Schuldnern festgelegt wird.
Sonntagmorgen unterstützt erlassjahr.de, damit durch Schuldenerlass Mittel für Projekte der Armustbekämpfung frei werden. Im Rahmen der erlassjahr.de-Kooperation bieten wir drei Kaffeesorten an, die als Rohkaffee von der Fairhandels-Organisation GEPA bezogen werden.
Tags: Entwicklungshilfe, erlassjahr.de












27. März 2009 um 15:47
Hallo,
ich muss sagen, beide Daumen nach oben. Eine sehr gute Sach. Thematisch passt es auch wunderbar, denn viele vorwiegend Afrikanische Kaffeeproduzierende Länder (aber zum Beispiel auch Guatemala), sind Entwicklungsländer und von Stattlicher wie privater Verschuldung getroffen!
Beste Grüße
Arne
30. März 2009 um 16:29
In der Tat, die Sache ist eine sehr gute; eigentlich sollte man ihr großen Erfolg wünschen.
Leider wird auch diese Aktion, wie viele andere, durch die Teilnahme der Pfaffen pervertiert. Den Klerikalen geht es doch nur darum, ihren Ruf als angebliche Wohltäter aufzupolieren, um die Menschen in den Schuldnerländern in der viel schlimmeren geistigen Abhängigkeit von ihren Heilslehren zu halten. Immerhin, wenn es diesen wirtschaftlich besser geht, kann man dort auch mehr Spenden abschöpfen …
Aus diesem Grund werde ich leider keine Aktion unter Beteiligung religiöser Gruppen unterstützen können.
30. März 2009 um 16:34
Natürlich können und wollen wir niemanden zwingen, die Aktion zu unterstützen. Den Zusammenhang zwischen “geistiger Abhängigkeit” und dem Einsatz für den Schuldenerlass sehen wir aber einfach nicht. Die Bemühungen für Schuldenerlass spielen sich auf einer politischen Ebene ab und sind wohl kaum zur Mission geeignet.