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Kaffee-Kritik: Unser neues Sortiment auf dem Prüfstand

Samstag, 25. Juli 2009

Als wir mit “Kaffee zum selber mischen” losgelegt haben, kam eine kurze, provokante Mail: ob wir unser Geld eigentlich wirklich mit gutem Kaffee verdienen wollten? Klar mit gutem Kaffee! Wir haben damals Barista und Hobby-Kaffeeverkoster Lukas, den Mail-Schreiber, zu einem “Cupping” eingeladen. Dabei gießt man eine exakt abgewogene Menge grob gemahlenen Kaffee direkt mit heißem Wasser auf und schlürft den Kaffee aus einem speziellen tiefen Löffel (eine ausführliche Cupping-Anleitung gibt es bei Wolfredo).

Unser Sortiment konnte Lukas versöhnen, aber noch nicht überzeugen: Ganz gut, aber noch zu langweilig. Tamer und ich sind später zu Lukas nach Bielefeld gefahren, haben andere Kaffees und Espressi verkostet und einiges gelernt. Ist eine Weile her.  Vor ein paar Tagen habe ich Lukas wieder besucht, mit kiloweise Kaffee im Gepäck.

Kaffee-Verkostungsbögen

Kaffee-Verkostungsbögen, besprochen im "Coffee Store" in Bielefeld

Und diesmal war die Reaktion eine andere, gleich bei der ersten, “normal” getrunkenen Tasse. Ein Eindruck, der sich später beim methodischen Testen bestätigt hat. Lukas hat dazu die Bögen der “Cup of Excellence“-Vekostungen verwendet. Die meisten unserer Kaffees erreichten bei seiner Bewertung über 80 von 100 Punkten. Mit einem weiteren Verkoster war er sich da weitgehend einig. Es gab aber auch ein paar Ausreißer nach unten: Zwei Sorten, die zunächst wohl auch nicht den Weg ins reguläre Sortiment finden werden, fielen durch Defekte auf. Lukas tippt auf falsche Lagerung. Ein weiterer ist vielleicht etwas zu schnell zu heiß geröstet worden. Das werden wir jetzt mal ausprobieren.

Wer jetzt gleich selbst mit der Verkostung loslegen will, den muss ich leider vertrösten: Noch sind die neuen Sorten nicht in unserem Shop zu finden. So langsam messen wir aber die Zeit dahin nicht mehr in Monaten, sondern in Wochen. Und sind auf einem guten Weg, der Kritik sei Dank.

UPDATE: Lukas hat die Sorten, die Defekte aufwiesen, nochmal aus der gleichen Charge, aber direkt in der Rösterei verkostet, und es war alles in Ordnung. Es scheint also an der Verpackung oder am Transport gelegen zu haben. Seltsame Sache dennoch. Wir gehen dem noch nach.

Bastelstunde

Montag, 20. Juli 2009

Der wohl wichtigste Baustein in unserem neuen Design sind die Verpackungen. Die Alubeutel waren ganz charmant, hatten aber einen gravierenden Nachteil: Sie fielen dauernd um. Und sofern man nicht gerade die angestaubte Werbung eines großen Münchner Rösters nachspielen will, ist das nun wirklich unerwünscht. Abhilfe sollen Dosen schaffen - andere Mass Customizer sind da schon früher drauf gekommen. ;-)

Dosen basteln am Küchentisch

Dosen basteln am Küchentisch

Also bastel ich im Moment jeden Tag Dosen-Prototypen, gestaltet von unserer genialen Kathrin von 4PR. Und Schritt für Schritt nähern wir uns der optimalen Mass-Customization-Kaffeedose. Die wird auch nicht nur optisch, sondern auch technisch ein Highlight. Eben dem Inhalt angemessen. :-)

Video: Kaffee, Tee, Customization und Transparenz

Freitag, 17. Juli 2009

Am Rande des DMMK haben Andreas Brehm von Puretea und ich mit Gründerszene über Kaffee, Tee und die Geschäftsmodelle dahinter gesprochen. Zu dieser Gelegenheit konnte ich auch schon ankündigen, dass wir in Zukunft unseren Mass Customizing oder “Misch Dir Deinen eigenen Kaffee”-Ansatz dazu nutzen wollen, möglichst exakt über den Inhalt jeder Packung aufzuklären. Für unser neues Sortiment arbeiten wir daran, die Herkunft jeder Sorte nachvollziehbar zu machen. Das ist gar nicht so einfach. Mehr darüber und über Qualität und Herkunft von Tee und Kaffee im Video:

Ein neuer Sonntagmorgen

Montag, 29. Juni 2009

Nicht zu fassen, dass wir schon über ein Jahr im Betrieb sind. Und andererseits kaum zu glauben, dass es eine so kurze Zeit war. Zu viel hat sich getan, so viel haben wir erlebt. Größtenteils sehr positive Dinge, Menschen, die uns geholfen haben, an unsere Idee geglaubt haben und unseren Kaffee mochten. Teilweise auch weniger schönes, wovon wir uns nie lange den Mut nehmen ließen. Jetzt ist Zeit für Neues.

Als Tamer und ich ins Kaffeegeschäft eingestiegen sind, mussten wir bei Null anfangen. Auf einem Blatt haben wir skizziert, was man so alles braucht, um Kaffee zu verkaufen. Zunächst einmal Kaffee. Der muss geröstet werden, verpackt, irgendwie versiegelt, ein Etikett muss drauf… Jeder dieser Punkte hat Wochen an Recherche und Vorbereitung gekostet. Wir haben darauf geachtet, möglichst flexibel zu bleiben. So haben wir zum Beispiel völlig neutrale  Beutel und Kartons verwendet, die erst durch Etiketten und Stempel zu Sonntagmorgen wurden. Schließlich konnten wir nicht wissen, ob wir nicht auf dem ganzen Krempel sitzen bleiben würden. Die Vorräte von damals sind schon x-fach umgeschlagen, und immer noch wird gestempelt.

Jetzt ist es kein großes Wagnis mehr, mehr als eine Palette Kartons hinzustellen. Und nun ist auch die Erfahrung da, wie ein Onlineshop für Kaffee aussehen müsste, um Spaß zu machen und zu verkaufen. Mut und Vertrauen bei uns und anderen sind gewachsen. Und Ideen gibt es reichlich. Also machen wir neu:

  • Einen neuen Shop, mit besserer Bedienbarkeit, mehr sinnvollen Funktionen (wie zum Beispiel der überfällige User-Login)
  • Ein neues Design: frischer, professioneller, moderner - aber alles andere als langweilig
  • Neue Verpackungen: Unverwechselbar, schön und funktionell
  • frische Ideen für unser Sortiment, wie wir es beziehen und präsentieren und was wir damit bewegen können
  • und mal sehen, was sonst noch

Das Design ist bereits in guten Händen. Das erste, was wir Euch präsentieren können, wird wohl das neue Logo sein. Doch auch an allem anderen wird schon fleißig gearbeitet. In den nächsten Wochen wird es hier Updates zur Entwicklung geben.

Nachdem die meisten komplizierten Fragen geklärt sind und das gröbste in die Wege geleitet ist, beschäftigt mich eine eher simple Frage: Was mache ich mit den Tassen im bisherigen, auch sehr schönen Design, die voraussichtlich noch übrig bleiben?

Kaffee-Deal: Abwrackprämie für guten Geschmack

Freitag, 16. Januar 2009

Die Düsseldorfer Internetagentur KM2 erfindet sich nach einem Personalwechsel neu und blogt erfrischend offen über die Schwierigkeiten dabei. Nicht das übliche beschönigende Bla Bla, das in der Regel auf einen Krach in der Geschäftsführung folgt. Nun soll sich also alles ändern. Unter anderem muss auch endlich guter Kaffee her.

KM2 bietet nun also seine bisherige Kaffeemaschine zum Tausch an.  Sogar handsigniert. Gebote kann man in den Kommentaren einreichen. Gut, machen wir hiermit!

Liebe Jungs und liebes Mädel von KM2,

dass Ihr das Pad-Monster rauswerft, ist löblich. Aber ohne guten Kaffee nützt Euch eine neu angeschaffte Super-Maschine (übrigens - wir schwören auf die einfachen Dinge: Handfilter, Bistrokanne, Espressokocher… mit frisch gemahlenem Kaffee!) auch nichts.

Also bieten wir Euch ein Super-Sonntagmorgen-Probierpaket an: Alle unsere reinen Kaffeesorten (9 Stück) jeweils als 250-Gramm-Paket, als ganze Bohne oder gemahlen, je nachdem, wie Ihr Euch entscheidet. Einen echten, duftenden Jute-Kaffeesack aus unserem Einkauf legen wir Euch noch als Deko bei.

Seht es als eine Art Abwrackprämie, denn die im Tausch von Euch herausgerückte Pad-Maschine werden wir nicht anrühren.

Herzliche Grüße aus Münster
Till und das Sonntagmorgen-Team

Nun mal sehen, was man in Düsseldorf davon hält. Wir werden berichten.