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Ein neuer Sonntagmorgen

Montag, 29. Juni 2009

Nicht zu fassen, dass wir schon über ein Jahr im Betrieb sind. Und andererseits kaum zu glauben, dass es eine so kurze Zeit war. Zu viel hat sich getan, so viel haben wir erlebt. Größtenteils sehr positive Dinge, Menschen, die uns geholfen haben, an unsere Idee geglaubt haben und unseren Kaffee mochten. Teilweise auch weniger schönes, wovon wir uns nie lange den Mut nehmen ließen. Jetzt ist Zeit für Neues.

Als Tamer und ich ins Kaffeegeschäft eingestiegen sind, mussten wir bei Null anfangen. Auf einem Blatt haben wir skizziert, was man so alles braucht, um Kaffee zu verkaufen. Zunächst einmal Kaffee. Der muss geröstet werden, verpackt, irgendwie versiegelt, ein Etikett muss drauf… Jeder dieser Punkte hat Wochen an Recherche und Vorbereitung gekostet. Wir haben darauf geachtet, möglichst flexibel zu bleiben. So haben wir zum Beispiel völlig neutrale  Beutel und Kartons verwendet, die erst durch Etiketten und Stempel zu Sonntagmorgen wurden. Schließlich konnten wir nicht wissen, ob wir nicht auf dem ganzen Krempel sitzen bleiben würden. Die Vorräte von damals sind schon x-fach umgeschlagen, und immer noch wird gestempelt.

Jetzt ist es kein großes Wagnis mehr, mehr als eine Palette Kartons hinzustellen. Und nun ist auch die Erfahrung da, wie ein Onlineshop für Kaffee aussehen müsste, um Spaß zu machen und zu verkaufen. Mut und Vertrauen bei uns und anderen sind gewachsen. Und Ideen gibt es reichlich. Also machen wir neu:

  • Einen neuen Shop, mit besserer Bedienbarkeit, mehr sinnvollen Funktionen (wie zum Beispiel der überfällige User-Login)
  • Ein neues Design: frischer, professioneller, moderner - aber alles andere als langweilig
  • Neue Verpackungen: Unverwechselbar, schön und funktionell
  • frische Ideen für unser Sortiment, wie wir es beziehen und präsentieren und was wir damit bewegen können
  • und mal sehen, was sonst noch

Das Design ist bereits in guten Händen. Das erste, was wir Euch präsentieren können, wird wohl das neue Logo sein. Doch auch an allem anderen wird schon fleißig gearbeitet. In den nächsten Wochen wird es hier Updates zur Entwicklung geben.

Nachdem die meisten komplizierten Fragen geklärt sind und das gröbste in die Wege geleitet ist, beschäftigt mich eine eher simple Frage: Was mache ich mit den Tassen im bisherigen, auch sehr schönen Design, die voraussichtlich noch übrig bleiben?

Genusscamp: Dinner 2.0

Mittwoch, 26. November 2008

Cooking Camp

Es gibt mittlerweile eine ganze Menge themenbezogene Veranstaltungen nach dem Barcamp-Prinzip: Ausgehend von Internet und Web 2.0 im Allgemeinen hat sich die Idee über gemeinsame Firmengründungen, Programmiersprachen, Blogsoftware und sogar Bildung ausgebreitet. Stefan Evertz kommt nun mit einem neuen Vorschlag: Ein Genusscamp zum gemeinsamen Kochen und Networken beim Kartoffelschälen.

Stefan greift damit eine bei den Barcamps und Twitter aufgekommene Diskussion auf, die schon recht weit gediehen zu sein scheint. Als notorischer Barcamp-Kaffee-Sponsor und Web 2.0-Genießer finden wir die Idee natürlich klasse und wären mit unserem leckeren Kaffee am Start. Und wenn sich genug Interessenten bereit erklären, nach Münster zu kommen, könnten wir eventuell sogar für eine geräumige und gut ausgestattete Küche sorgen. :-)

Wir freuen uns auf die Fortführung der Planung und sind gespannt, was dabei herauskommt.

Sonntagmorgen bekommt ein Wiki

Montag, 14. Januar 2008

Seit einigen Monaten arbeiten wir nun an Sonntagmorgen. Egal wo, wir tauschen Informationen aus, besprechen Strategien, legen Preise fest, suchen Lieferanten, etc. Kurz gesagt, wir haben eine Menge unterschiedlichster Aufgaben zu erledigen. Da kommt schnell die Frage nach einer guten Softwarelösung auf, um dem Verwaltungsaufwand gerecht zu werden. Und da beginnt das Dilemma: Für viele verschiedene Aufgaben gibt es viele unterschiedliche Lösungen. Es beginnt bei einer Groupware für die Kontaktverwaltung, Kalender und To-Do-Listen, geht über Dokumenten-Management-Systeme für die Dokumentverwaltung bis hin zu Bug-Tracking-Systemen für die Entwicklung. Es stellte sich für uns die Frage, welches System bzw. welche Systeme setzen wir ein?

Viele gute Softwarelösungen bringen auch viele Probleme mit sich. Das fängt bei der Softwareauswahl an, geht über die Installation bis hin zur Einarbeitung in das System. Das kostet viel Zeit, Geld und ist kein Garant für den Erfolg, denn so ein System muss auch gepflegt und benutzt werden, sonst hat es keinen Sinn. Insbesondere in der Gründungsphase sind viele Dinge sehr unklar und unsicher, die sich in weiteren Phasen immer mehr manifestieren werden. Viele der genannten Softwarelösungen bringen detaillierte Strukturen mit, in denen sie Informationen speichern. Sie sind sehr praktikabel, wenn man Sie für das gedachte Ziel einsetzt und unnütz, wenn man anderes möchte. Da wir an vielen Stellen noch nicht wissen, was wir brauchen, aber auf ein Verwaltungswerkzeug nicht verzichten wollen/können, haben wir uns für ein Wiki (MediaWiki) entschieden. Es ist sehr flexibel und lässt zu, Informationen in Form von Text und Dateien zu speichern. Ich habe mal gelesen, dass der größte Vorteil eines Wikis in seiner flexiblem Struktur liege und zugleich sein größter Nachteil sei. Ein Wiki kann also nur mit einem “Strukturrahmen” verwendet werden, der die grobe Richtung weist und zugleich Freiraum für Entwicklungen lässt.

Als Basis für den strukturellen Rahmen greifen wir dabei auf Referenzmodelle aus dem Handel zurück. Dies hat den Vorteil, dass wir nicht bei “Null” anfangen müssen und eine gute und komplette Übersicht über alle Funktionen einer Unternehmung bekommen. Da ein Referenzmodell jedoch etwas allgemeingültiges hat und ein Unternehmen sich in der Regel nicht 1:1 darin abbilden lässt, werden hier schnell Änderungen einfließen. Insbesondere der Customizing- bzw. Produktionsaspekt fehlen für unsere Anwendung. Bei dem Referenzmodell für Handelsunternehmen greifen wir dabei auf das Handels-H Modell zurück. Auch für produzierende Unternehmen existieren Referenzmodelle, wie z.B. das Y-Cim Modell. Diese konnten wir jedoch nicht mit einfließen lassen, da der Fokus hier zu weit von dem entfernt ist, was wir tun ;-)

In der nächsten Zeit werden wir davon berichten, inwiefern unser Ansatz funktioniert. Auf Kommentare mit Anregungen oder Best-Practice-Lösungen bin ich sehr gespannt…